Schräger Boulderspot: Das Panzerdenkmal in Kleinmachnow

Auf dem Rückweg in de Stadt haben wir am letzten Wochenende einen kleinen Abstecher gemacht. An der ehemaligen Grenze: Zollamt Dreilinden. Wer ihn hat, kann mal auf der Rückseite des Berliner  Kletterführers „Dickes BBgucken – da ist ein sehr schickes Foto drauf: vom Parkplatz der ehemaligen Grenzstation Michendorf zu Fuss zu erreichen, steht mittem im Kleinmachnower Forst dieses ‚Mauerblümchen‘ unter den Berliner Boulderspots: das Panzerdenkmal Kleinmachnow.

Panzerdenkmal-Kleinmachnow

Das ganze Ding wurde ursprünglich im kalten Krieg als abschreckendes Mahnmahl errichtet. Später wurde es, nach dem Motto „Schwerter zu Pflugscharen“, entrüstet und der das – im wahrsten Sinne schräge – Bauwerk bekrönende Panzer durch einen rosafarbenen Schneepflug ausgetauscht.

Heute wittert das ganze Ensemble vor sich hin und ist, außer beim Verein der Freunde des Panzerdenkmals, wohl etwas in Vergessenheit geraten – Naja, wir haben es besucht und mussten feststellen, dass es dort einige sehr interessante Boulderprobleme gibt, für die es sich lohnt, mal dort anzuhalten. Sehr interesant ist, dass das Ding früher ein richtiger Klettergipfel war: einige verrostete Bohrhakenlaschen und etliche Stahlgewindedübel, in denen wohl mal Griffe befestigt waren, lassen erahnen, dass hier mal öfter geklettert wurde. Ein Crashpad sollte man auf jeden Fall nicht vergessen, denn eine gleichmäßige Glasschicht umgibt das Bauwerk.

Auf jeden Fall lohnt es sich, mal anzuhalten und sich das Teil anzugucken, die Seiten zu queren und, wer es schafft, eine Umrundung zu versuchen, die auch für denambitionierten Boulderer eine absolute  Herausforderung ist. Sehr schick!

Das Denkmal soll sogar eventuell wieder saniert werden – mal gucken, ob dabei auch die bouldertechnisch Verwendbarkeit berücksichtigt wird…

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